Die Wappenbeschreibung, beziehungsweise Blasonierung

Was ist eine Blasonierung? Die Blasonierung ist der Fachbegriff für die Wappenbeschreibung. Sie ist eine mündliche oder schriftliche Beschreibung des Wappens in der Fachsprache der Heraldik. Der Begriff stammt vom französischen Wort „Blason“ ab. Dieses bedeutet Wappenschild.

Aufgrund der Beschreibung kann jeder Wappenkünstler das Wappen gestalten oder bestimmen. Und zwar auch dann, wenn ihm keine Abbildung vorliegt. Für die Wappenbeschreibungen gibt es eine einheitliche Sprache. Dies stellt sicher, dass jeder Künstler die Beschreibung versteht und umsetzen kann.

 

Was ist eine Blasonierung und was muss sie enthalten?

Die Blasonierung klärt zum Beispiel Fragen wie: Wie viele und welche Wappenfiguren kommen vor? Wie sind diese angeordnet? Welche Elemente gibt es sonst im Wappen? Welche Farben hat das Wappen? Hingegen beschreibt sie nicht den grafischen Stil oder die künstlerische Interpretation. Diese kann der Wappenkünstler frei wählen.

Der Wappenkünstler soll das Wappen allein aufgrund der Beschreibung korrekt umsetzen können. Deshalb muss die Blasonierung sehr genau sein. Gleichzeitig sollte sie so kurz wie möglich sein. Auch darf sie nichts Überflüssiges oder Selbstverständliches enthalten.

Ausführlichere Informationen finden Sie unter Wappenbeschreibung.

was ist eine Blasonierung
Was ist eine Blasonierung?

So kann eine Blasonierung, bzw. eine Wappenbeschreibung eine Wappendarstellung eindeutig beschreiben:
Schild: In Gold unter zwei schwarzen gestürzten Spitzen, belegt mit zwei silbernen, golden besamten Apfelblüten,
ein schwarz gekleideter oberhalber Bergmann, rechts eine schwarze Grubenlampe haltend.
Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer, rot bewehrter und gezungter Adler.

Nutzungsrechte an Familienwappen

Familienwappen Nutzungsrechte an der Beschreibung

Beim Erstellen von einem Familienwappen werden zweimal Nutzungsrechte vergeben. Einmal vom Heraldiker für die Wappenbeschreibung, das Wappenkonzept, für den Wappen-Entwurf also. Dieser ist natürlich ebenso wie die Zeichnung eine künstlerische, kreative, geistige Leistung. Und einmal vom Wappenkünstler, der das Familienwappen künstlerisch umsetzt. Lässt sich ein Wappenstifter also ein Familienwappen erstellen und in einer Wappenrolle eintragen, bekommt er gewöhnlich eine Blasonierung seines Wappens. Mit dieser Wappenbeschreibung erhält der Wappenstifter vom Heraldiker, der das Wappen entworfen hat, im Normalfall die uneingeschränkten und alleinigen Familienwappen Nutzungsrechte.

Familienwappen Nutzungsrechte an der Zeichnung

Die Nutzungsrechte an der Wappenzeichnung, an der künstlerischen Reinzeichnung (Aufriss), die ein Wappenkünstler oder der Heraldiker anhand dieser Beschreibung erstellt, wird vom Wappenkünstler im Normalfall an den Wappenstifter übertragen. Das geschieht bei Wappen erstellen automatisch mit der Übergabe des Familienwappens auf einem Druck und auf einer Daten-CD. Das bedeutet, dass der Auftraggeber / Wappenstifter die urheberrechtlichen Nutzungsrechte an seinem eigenen Familienwappen erhält. Somit hat der Auftraggeber / Wappenstifter das alleinige Recht, sein Familienwappen zu führen oder die Erlaubnis zur Führung des Wappens weiterzugeben. Das Urheberrecht kann der Wappenkünstler übrigens nicht vergeben, das bleibt immer beim Urheber, in diesem Fall beim Wappenkünstler.

Das Damenwappen

Der Name sagt es bereits: Damenwappen sind von Frauen geführte Wappen. Man bezeichnet sie auch als Frauenwappen. Natürlich hat jede Frau das Recht, ein eigenes Wappen zu stiften. Mit diesem darf sie auch den Kreis der Führungsberechtigten festlegen. Heiratet die Frau und nimmt den Namen des Ehemanns an, übernimmt sie allerdings meist dessen Wappen. Eine Sonderform ist das Ehewappen. Dieses verbindet das Wappen des Ehemanns mit dem der Frau.

Besonderheiten beim Damenwappen

Bei der Gestaltung von Damenwappen gelten einige Besonderheiten. Zum Beispiel verzichten diese häufig auf Helm, Helmdecke und Helmzier. Somit unterscheiden sie sich von üblichen Familienwappen. Bei einigen dieser Wappen ranken sich oft Bänder oder Blumengirlanden um das Wappenschild. Natürlich können Frauen auch ein herkömmliches Familienwappen stiften. Helm, Helmdecke und Helmzier ersetzen in diesem Fall die Blumen und Bänder.

In Deutschland gibt es keine bestimmte Schildform für Frauenwappen. Hingegen in England oder Frankreich verwendet man häufig die Rautenform. Diese ist Frauen vorbehalten und kam nie im Kampf oder bei Turnieren zum Einsatz. In Deutschland ist diese Form jedoch unüblich.

Allianz Wappen für gleichgeschlechtliche Partner

Allianzwappen oder Familien-Wappen für gleichgeschlechtliche Partner sind selbstverständlich auch möglich. Durch die Liberalisierung der Gesetzgebung und der Möglichkeit zu gleichgeschlechtlichen Ehen sind nun auch in der Heraldik Partnerwappen, Allianzwappen oder Ehewappen möglich. Diese Wappen sehen genauso aus wie jedes andere Wappen. Sie werden in keiner Weise in irgendeiner Form anders behandelt. Also kann auch die Herkunft der Vorfahren des einen oder beider Partner im Wappen vorkommen. Oder der Beruf des Wappenstifters, bzw. des Partner oder andere Inhalte.

Auch hier gilt natürlich, dass man das Familienwappen nur an namensgleiche Nachkommen weiter geben darf. Und diese dürfen das Wappen führen, solange der Familienname gleich bleibt. Weitere Informationen über das Stiften von einem Familienwappen finden Sie hier.

Die lange Historie von Familienwappen

Seit wann gibt es Familienwappen? Es gibt Wappen in ihrer heute bekannten Form schon seit Anfang des 12. Jahrhunderts. Zur Zeit der Kreuzzüge entstanden die ersten Wappen als Erkennungszeichen der Ritter. Da diese in ihren Rüstungen und Helmen nicht mehr zu erkennen waren, weder für den eigenen Mann, noch für den Gegner. Gut geeignet zur Anbringung der Wappen waren Helm und Schild. Diese wurden deshalb die symboltragenden Elemente eines Wappens.

Wappen als Erkennungszeichen

Im Hochmittelalter entwickelte sich zusätzlich ein Turnierwesen. Bei dem ein Herold den einzelnen Turnierkämpfer zu einer Helmschau und vor einem Kampf anhand dessen Wappens ankündigte. Die Erkennungszeichen waren auf dem Schutzschild oder auf Fahnen angebracht. Wobei man darauf achtete, starke Kontraste und einfache Bildgestaltungen zu wählen. Um starke Kontraste zu erreichen, verwendete man auf dem Wappen klare Farben. Rot, Blau, Grün, Schwarz und Metalle, also Gold und Silber. Und man achtete darauf, dass eine Farbe neben einem Metall stand. Damit entstand die Wappenkunde, die Heraldik. Weitere Informationen zu den Farben siehe bitte unter Die Farben und Farbregeln im Familienwappen.

Familienwappen heute

Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Wappen in ihrer Form, wie wir sie heute kennen. Sie symbolisieren beispielsweise ein Land, eine Stadt oder eine Familie mit einem Familienwappen. Familienwappen symbolisieren in der heutigen Zeit im Regelfall mehrere Generationen einer Familie. Es gab also schon immer Bedarf, ein Wappen zu erstellen. Siehe auch Die Geschichte der Wappen.

Was kostet es, ein bestehendes Familienwappen zu digitalisieren

… also eine Vorlage neu zeichnen zu lassen? Siehe auch unter Historisches Familienwappen neu zeichnen. Familienwappen digitalisieren Kosten: Für die Kosten ist es ausschlaggebend, in welcher Qualität die Wappenvorlage vorliegt. Und ob Sie von Ihrem eigenen Familienwappen eine Vektordatei benötigen, die es beispielsweise ermöglicht, das Wappen ohne Verluste beliebig zu vergrößern. Es ist uns auch möglich, ein Familienwappen anhand eines Siegelringes neu zu zeichnen. Sofern alle Symbole zu erkennen sind. Allerdings müssen Sie nachweisen können, dass die Vorlage von Ihrer Familie stammt. Und Sie deshalb auch berechtigt sind, das Familienwappen neu zeichnen zu lassen. Es ist wichtig, dass keinerlei fremde Nutzungsrechte verletzt werden. Wichtige Hinweise dazu finden Sie unter diesem Link: Familienwappen digitalisieren.

Familienwappen digitalisieren, Kosten

Das Neuzeichnen erfordert die gleichen aufwändigen Arbeitsschritte wie unter echte Handarbeit beschrieben. Die Familienwappen digitalisieren Kosten eines eigenen Wappens mit Helm, Helmdecken, Helmzier durch den Wappenkünstler beginnen bei etwa 900 Euro. Handelt es sich nur um ein Schild, ohne Helm, Decken, Helmzier, beginnen die Kosten bei etwa 600 Euro. Es kommt auch hier darauf an, wie gut die Vorlage des Wappens ist. Um die Kosten genau kalkulieren zu können, muss deshalb eine Abbildung von dem Familienwappen zur Ansicht vorliegen.

Sie erhalten bei einer Neuzeichnung Ihr Familienwappen in der Qualität und in der Optik wie unter Wappen Muster zu sehen. Und zusätzlich liefern wir das Familienwappen auf einer Daten CD, bzw. auf einem Datenstick in ca. 15 cm Höhe in Druckqualität. Zusätzlich veröffentlichen wir es auf Wunsch kostenfrei auf www.mein-familienwappen.de. Auf einer eigenen Unterseite mit eigener Internetadresse mit Ihrem Familiennamen. Wenn Sie das Wappen größer brauchen oder in Umrisslinien oder in Sonderfarben drucken lassen möchten, können wir eine Vektor-CD erstellen. Weitere Infos siehe bitte unter Daten CD auf dieser Homepage. (Stand: Januar 2022)

Buchstaben in Familienwappen

Ist es möglich, Buchstaben in Familienwappen einzufügen? Manch ein Wappenstifter wünscht sich zum Beispiel die Anfangsbuchstaben seines Namens im Wappen. Grundsätzlich gilt: Buchstaben in Familienwappen sind eigentlich nicht vorgesehen. Familienwappen sollen vielmehr durch Symbole, Figuren und Farben wirken, nicht durch Buchstaben oder Text.

Natürlich gibt es wie bei jeder Regel Ausnahmen. So zeigen einige historische Familienwappen durchaus einen oder mehrere Buchstaben. Üblich ist dies aber nicht. In neuen Familienwappen verzichtet man in der Regel darauf.

Manchmal helfen Tricks

Was aber, wenn ein Stifter doch seinen Namen im Wappen verewigen will? Bei einigen Buchstaben ist es möglich, zu tricksen. Zum Beispiel kann man bestimmte heraldische Symbole zu Buchstaben zusammensetzen. So ergibt ein Doppelsparren beispielsweise den Buchstaben „M“. Das unten abgebildete Wappen nutzt diesen Trick: Zwei Doppelsparren ergeben ein M, den Anfangsbuchstaben des Familiennamens. Oder wenn die Doppelsparren umgedreht erscheinen, bilden sie ein W. Ebenso kann man mit einer geschickten Schildteilung einen Buchstaben darstellen. Beispielsweise ergibt eine Schlangenspaltung den Buchstaben S.

Eine Alternative sind Namensbanner oder Spruchbanner. Diese können den kompletten Familiennamen tragen. Sie befinden sich meist unter dem eigentlichen Wappen. Allerdings werden Spruchbänder oder Namensbanner in einer Wappenrolle nicht abgebildet. Ein Sinnspruch findet hingegen textliche Erwähnung. Man bezeichnet diesen als Devise. Weitere Infos zu Spruchbändern finden Sie hier.

Buchstaben in Familienwappen, Wappen erstellen, Doppelsparren, Wappen entwerfen, eigenes Wappen
Der Doppelsparren symbolisiert den Buchstaben „M“
MENÜ
Familienwappen erstellen und registrieren